Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren!
Heute möchte ich Danke sagen!
Danke für 14 schöne und aufregende Jahre als Bundesobmann des FLGÖ – und insgesamt 28 Jahre in Funktionen unseres Verbandes.
Es ist Zeit, den Staffelstab weiterzugeben. Wie es so schön heißt: „Wenn es am schönsten ist, soll man gehen.“ Und schöner hätte es kaum sein können. Vor wenigen Tagen durfte ich meinen 65. Geburtstag feiern und bin nun im Ruhestand „angekommen“ – mit einem Herzen voller Dankbarkeit und Erinnerungen.
Mein Weg im FLGÖ begann 1998, als ich über das in meiner Heimatgemeinde Purgstall eingeführte Qualitätsmanagementsystem ISO 9000 mehrfach referieren durfte. Die für die Entwicklung dieses Qualitätsmanagements und die Einführung haben wir den österreichischen Verwaltungspreis und den Speyrer Preis dankbar angenommen, hat aber auch für entsprechende Bekanntheit gesorgt.
Im März 2005, als der Fachverband Niederösterreich in Purgstall tagte, nahm ich als Mostviertel-Obmann an der Sitzung teil. Mein damaliger Bürgermeister Franz Ressl war bereits vor Ort. Auf meine Frage, was er dort mache, antwortete er nur: „Du wirst schon sehen …“ Zwei Stunden später war ich zum designierten Landesobmann des FLGÖ Niederösterreich bestellt. Meine Freunde hatten offenbar gute „Vorarbeit“ geleistet.
Ähnlich überraschend war es 2011, als mich der damalige Bundesobmann Herbert Maislinger als seinen Nachfolger vorschlug. Was folgte, waren ab Jänner 2012, Jahre intensiver Arbeit, bewegender Begegnungen und gemeinsamer Erfolge.
Heute blicke ich zurück auf eine Zeit, in der sich nicht nur die österreichische Verwaltung stark verändert hat, sondern auch unser Verband. Der FLGÖ ist längst mehr als ein Netzwerk von Amtsleitern – er ist eine Plattform für Innovation, Weiterbildung und kollegialer Unterstützung. Unser Ziel war und ist die Förderung eines modernen Verwaltungsmanagements, das den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist.
Dank an Wegbegleiter und Partner
Mein tief empfundener Dank gilt allen Funktionären in den Ländern, den Kolleginnen und Kollegen im Dachverband und den vielen engagierten Menschen, die den FLGÖ mit Leben füllen. Aus unserem Netzwerk sind nicht nur Ideen zur Verwaltungsmodernisierung entstanden, sondern auch Freundschaften, die weit über die Amtszeit hinaus Bestand haben!
Ein besonderes Danke geht an den österreichischen Gemeindebund, insbesondere an Präsident Hannes Pressl, der uns nicht nur sehr wertschätzend zuhört, sondern Lösungen einfordert, die wir auch gerne einbringen. Eine herzliche Freundschaft hat sich auch mit Anna Nödl und dem ganzen Team vom Gemeindebund entwickelt, nur dadurch gibt es die vielen gemeinsamen Veranstaltungen. Gemeinsam konnten wir Lösungen entwickeln, etwa beim ZMR II, welches es ohne dem FLGÖ in seiner heutigen Form nicht geben würde.
Danken darf ich auch den österreichischen Verwaltungsakademien, mit denen wir stets hervorragend zusammengearbeitet haben – etwa bei den Bildungskonferenzen in Bad Aussee.
Auch die Einladungen zu den Gemeindebundtagen und kommunalen Sommergesprächen waren wertvolle Plattformen für den fachlichen Austausch. Mein Dank gilt ebenso dem Städtebund, unseren Partnern aus der Wirtschaft – der gemdat-Gruppe, BDO, RIS, hollu und dem Kommunalverlag – sowie den Softwarefirmen, die mit uns die Zukunft der öffentlichen Verwaltung gestalten.
Letzte Einladung – und ein neuer Anfang
Bei unserer Fachtagung im Rahmen des österreichischen Gemeindetages in Klagenfurt werde ich meine Funktion als Bundesobmann an meinen Nachfolger übergeben: Reinhard Haider, langjähriger Obmann vom FLGÖ Oberösterreich. Reinhard ist ein Wegbereiter für den Einsatz moderner Technologien in der öffentlichen Verwaltung. Als Amtsleiter hat er nicht nur mit Fachwissen überzeugt, sondern auch mit sozialer Kompetenz und Führungsstärke. Im FLGÖ war und ist er über viele Jahre eine verlässliche Stütze – ich bin überzeugt, dass er mit Weitblick und Tatkraft die Zukunft unseres Verbandes gestalten wird.
Ein persönliches Schlusswort
Ich gehe mit dem Gefühl, dass wir gemeinsam viel erreicht haben. Der FLGÖ ist heute eine starke Stimme für die leitenden Gemeindebediensteten – und das verdanken wir dem Engagement vieler. Ich bleibe dem Verband verbunden, nun in anderer Rolle, aber mit derselben Überzeugung: Dass gute Verwaltung gute Gesellschaft möglich macht.
Mit Dankbarkeit und Zuversicht,
Franz Haugensteiner
Bundesobmann des FLGÖ